Die community-basierte Ernährungs-KI.
Projektdurchführung
Aleksandar Aleksic, Julie Lacher, Nikita Sudakov, Niklas Westhauser, Sophie Tschöke, Innovations- und Transferkompetenz
Einführung
- MyMenu AI ist der erste KI-Begleiter, der Restaurantbesuche für Menschen mit spezifischen Ernährungszielen oder Unverträglichkeiten stressfrei macht.
- Problem: Unvollständige/unklare Allergen- und Inhaltsstoffangaben auf Speisekarten.
Zielsetzung
- Vision: Jedem Gast personalisierte, sichere, gesundheitsorientierte Speiseauswahl ermöglichen.
- Innovation schaffen: Community-basierte Analyse-Plattform, die per OCR & NLP jede beliebige Speisekarte in Echtzeit digitalisiert.
Methodik
Technisches Konzept:
- Frontend: Flutter (Cross-Plattform: iOS, Android, Web)
- State Management: Riverpod
- Backend: Supabase (PostgreSQL, Auth, Storage)
- KI-Integration: Google Gemini 2.5 Flash (Bild-/Speisekartenanalyse)
- Ablauf: Profil anlegen → Speisekarte fotografieren → KI-Analyse (OCR/NLP) → Abgleich mit Nutzerprofil → personalisierte Menüanzeige
Evaluationsmethodik:
- Mixed-Methods-Design: qualitative Thinking-Aloud-Studie (10 Proband:innen) und quantitative Online-Befragung (größere Stichprobe)
Zunächst qualitative Thinking-Aloud-Tests (n = 10) zur Identifikation grundlegender Usability-Probleme, anschließend quantitative Hauptbefragung basierend auf dem Technology Acceptance Model (TAM) zur statistischen Prüfung von Perceived Usefulness und Perceived Ease of Use. - Stichprobe und Auswertung: Rekrutierung über Hochschulverteiler sowie themenspezifische Online-Communities von 142 Rückläufern verblieben nach Bereinigung n = 102 valide Fälle, die mittels deskriptiver Statistik und zweier linearer Regressionsmodelle zur Prüfung von sechs Hypothesen ausgewertet wurden.
Ergebnisse
App-Prototyp MyMenu AI

Ergebnisse der Evaluierung
- Bedienbarkeit, Struktur und Icons wurden durchweg positiv bewertet (Ø bis 4,28/5), doch die Regressionsanalyse zeigt: Keiner der sechs Usability-Aspekte hat einen signifikanten Einfluss auf die Nutzungsabsicht (R² = 0,146).
- Der wahrgenommene Nutzen erklärt 71,2 % der Varianz der Nutzungsabsicht (R² = 0,712) allen voran die Erleichterung der Gerichtsauswahl (β = 0,431) und das Vertrauen in die KI-Empfehlungen (β = 0,351).
- Mit einem Mittelwert von nur 2,43 (Median 2) ist das Vertrauen in automatisierte Sicherheitsmarkierungen der schwächste Wert der gesamten Befragung, Nutzer wünschen sich weiterhin persönliche Nachkontrolle.
- Die zukünftige Nutzungsabsicht liegt im Mittel bei nur 3,06 (Median 3) bei hoher Streuung (SD = 1,32), die Zielgruppe teilt sich klar in überzeugte Befürworter und Skeptiker.
- 80 % der Befragten würden die App nur bei vollständiger Kostenfreiheit nutzen, lediglich 19 % wären bereit, 0,99–2,99 € monatlich zu zahlen (Stichprobe: n = 102 nach Bereinigung von 142 Rückläufern).
Zusammenfassung
- Community-basierte KI-App zur personal-isierten Unterstützung bei der Speise- auswahl in Restaurants.
- Hohe Nutzerakzeptanz durch intuitive Bedienung und passgenaue ergonomische Gestaltung
- Abbau von Informationsdefiziten und Entlastung bei spezifischen Ernährungsrestriktionen.
Fazit & Ausblick
- Usability: Die App ist intuitiv gestaltet und entspricht genau den Erwartungen der Nutzer an das Design und die Handhabung.
- Mehrwert als Haupttreiber: Eine hohe Benutzerfreundlichkeit ist zwar notwendig, aber allein nicht ausreichend. Die Nutzungsabsicht hängt primär vom wahrgenommenen funktionalen Mehrwert ab.
- Verbesserung der KI-Genauigkeit bei Allergen-/Diätfiltern (höchste Priorität laut Nutzerfeedback). Und Erweiterung fehlender Ernährungsoptionen (z. B. Zöliakie explizit auswählbar machen).
- Performance-Optimierung des Scan-Vorgangs (kürzere Ladezeiten, klare Fehlermeldungen).